Geschichtliche Entwicklung

             des BRH Schleswig-Holstein



Verbandsgründung


Die Zeiten materieller und seelischer Not nach dem verlorenen Kriege schlossen sich die ehemaligen Angehörigen des öffentlichen Dienstes, zur Durchsetzung ihrer Rechte, zusammen. Die Militärregierung hatte durch Verordnungen im Jahre 1949 (Juni) die Landesregierung ermächtigt, Einsparungen an Gehalts- und Versorgungsbezügen vorzunehmen. Kinder und Ehefrauen von in Gefangenschaft geratenen Beamten traf die Sparermächtigung mit großer Härte.

In einer kleinen Notiz in den „Kieler Nachrichten“ wurde nach Betroffenen gesucht, die sich durch die Sparverordnung geschädigt fühlten. Viele meldeten sich. Am 15. August 1949 kam es in Neumünster zur Gründung der „Interessengemeinschaft der Ruhestandsbeamten (IGDR)“ Landesverband Schleswig-Holstein.
In den folgenden Jahren wurden erfolgreich die gröbsten Ungereimtheiten durch Prozesse vor Gerichten, dank der Unterstützung der IGDR, bereinigt.
Die Zahl der Ortsverbände stieg auf 117 mit 12.800 Mitgliedern im Jahre 1965.
Am 1. August 1950 erschien zum ersten Mal die Verbandszeitung „Der Ruhestandsbeamte“ unter schleswig-holsteinischer Redaktion.


Notwendigkeit von Zusammenschlüssen
Die politische Situation in der neuerstandenen Bundesrepublik erforderte schnell Zusammenschlüsse von Verbänden mit gleichen Interessen, sodass bereits am 15. September 1950 in Wiesbaden der „Gesamtverband Deutscher Ruhestands- und Wartestandsbeamten und Hinterbliebenen“ gegründet wurde.

Durch die erstarkten Landesverbände gelang es, den Versorgungsberechtigten des Landes das verbriefte Recht bei der Landesregierung zu sichern und an allen für aktive Beamte durchgesetzten Verbesserungen teilzunehmen. Dass die Hinterbliebenen mit einbezogen werden mussten, war für den Landesverband eine Selbstverständlichkeit.


Anschluss an den BRH und den DBB
Es ergab sich die organisatorische Notwendigkeit den Anschluss an den „Bund der Ruhestandsbeamten“ zu erreichen, der mit bereits bestehenden Landesbünden des „Deutschen Beamtenbundes“ in engsten Kontakt stand. Im Februar 1966 wurde die Fusion mit dem BRH beschlossen. Der Landesverband Schleswig-Holstein war nach 17 Jahren seines Bestehens Mitglied im „Deutschen Beamtenbund“ geworden. Andere Landesbünde schlossen sich ebenfalls dem BRH an. Es entstand eine bewährte Verbandsstruktur der Landesverbände.


BRH-Schleswig-Holstein  -Gestern -

                                                                  Seniorenverband BRH  - Heute -


Das Geburtsjahr des Landesverbandes fällt gleichzeitig in das Geburtsjahr der Bundesrepublik Deutschland. Es ist interessant, einmal Rückschau zu halten. Die Angehörigen des öffentlichen Dienstes – Beamte, Angestellte und Arbeiter, wie sie bis Mitte der 90iger Jahre bezeichnet wurden – heute: Beamte und Tarifangehörige-   haben in diesen mehr als 60 Jahren bewiesen, dass sie maßgeblichen Anteil an dem Wiederaufbau der Bundesrepublik hatten. Dies gilt auch für den Wiederaufbau des öffentlichen Dienstes in den neuen Ländern nach der Wiedervereinigung.
Was in dieser Zeit, seit 1949, Anerkennung fand, wird in den letzen Jahren, teils durch unsachliche Darstellung und einer nicht berechtigten Neid-Debatte bestritten.
Das Beamtenrecht ist nach Meinung der Politik reformbedürftig. Gegen Reformen, soweit sie sachlich notwendig sind, wehren wir uns nicht, wohl aber, wenn diese Reformgesetze nur reine Spargesetze sind.

In der Öffentlichkeit werden die Beamten und Versorgungsempfänger von den Medien in regelmäßigen Abständen immer wieder zu den „Prügelknaben der Nation“ abgestempelt.  

                                -Welch eine Wandlung in den 66 Jahren-


Informationstätigkeit des BRH

Der Seniorenverband BRH - Beamte im Ruhestand, Rentner und Hinterbliebene e.V.,  ist die Interessenvertretung der ehemaligen Angehörigen des öffentlichen Dienstes und deren Hinterbliebenen in Schleswig-Holstein.
Er befasst sich ausschließlich mit den Problemen, Sorgen und Nöten der älteren Generation, Er fördert die versorgungs- und rentenrechtlichen Ansprüche seiner Mitglieder. Dazu gewährt er Rechtsberatung und Rechtsschutz in Angelegenheiten des Beamtenversorgungs-, Renten- und Beihilferechts. Dies geschieht durch ehemalige Kolleginnen und Kollegen, die ehrenamtlich arbeiten, aber durch ihre langjährige berufliche Tätigkeit kompetent sind. In den Ortsverbänden werden Gemeinschaft und Geselligkeit durch Informations- und Bildungsveranstaltungen, durch Vorträge und Besichtigungen gefördert.

Der wichtigste Informationsdienst erfolgt über die Zeitschrift „Aktiv im Ruhestand“, die über die aktuelle Entwicklung des Besoldungs- und Versorgungsrechts und über Ziele und Bestrebungen des Verbandes unterrichtet. Rechtzeitig nimmt der Seniorenverband BRH über den Bundeseniorenverbandes des dbb, zu den Entwürfen der beabsichtigten Gesetze Stellung und wirkt über die Verhandlungen in Anhörsitzungen bei Ministerien und Fraktionen in Bund und Ländern auf die rechtliche Regelung ein.

Der Seniorenverband BRH ist wie jede Interessengemeinschaft in der heutigen Zeit dem demographischen Wandel unterworfen. Auch ist die Bereitschaft in einem Verband, wie dem BRH -Mitglied zu werden oder Vorstandsarbeit zu übernehmen - durch vielfältige andere persönliche und gesellschaftliche  Interessen -  leider nicht sehr ausgeprägt, obwohl gerade die Vertretung der Angelegenheiten eines ehemaligen aktiven Beamten oder Tarifangehörigen im Ruhestand,  sein elementares Anliegen sein sollte.
 
In einer Mitgliedschaft im BRH sind auf Wunsch eine Freizeitunfallversicherung und der Bezug einer Verbandszeitschrift möglich.


BRH – Landesverband

trägt die Bezeichnung:

                                   Seniorenverband BRH Schleswig-Holstein

                       Beamte im Ruhestand, Rentner und Hinterbliebenen e.V.

In ihm sind die einzelnen Ortsverbände Mitglied und werden von den gewählten Vorstandsmitgliedern vertreten. Der Landesverband unterstützt die Ortsverbände bei allen Angelegenheiten in der Verbandsarbeit.

Der Vorstand des Landesverbandes wird alle 5 Jahre auf einer Vertreterversammlung gewählt und führt den Verband ehrenamtlich.


Die Geschäftsstelle des BRH-SH befindet sich in

Kleiner Kuhberg 2-6, 24103 Kiel
Tel:  0431-98219-00

Fax: 0431-98219-09

Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.brh-sh.de

Die Geschäftszeiten sind Di., Mi., Do., von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

BRH – Ortsverbände

Der BRH-Landesverband Schleswig-Holstein ist für alle Ruheständler
ein vertrauensvoller Partner der sich für die Belange aller seiner
Mitglieder nachhaltig einsetzt.

Die Mitglieder sind in zurzeit 11 Ortsverbänden und dem Landesverband organisiert.
Mitglieder von aufgelösten Ortsverbänden oder in Orten wo es keine Ortsverbände gibt, werden vom Landesverband, als Einzelmitglieder  betreut.

Für die Mitarbeit in den Ortsverbänden und im Landesverband sind engagierte Mitglieder herzlich willkommen.

Mit Entschiedenheit tritt der BRH Schleswig-Holstein dafür ein, dass die ältere Generation nicht an den Rand der gesellschaftlichen Entwicklung gedrängt wird.